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Wichtige Faktoren

 

Vor dem Anbau sollten die folgenden Faktoren nochmals überprüft werden

Höhe:

  Minimale Höhe - 0 bis 500 Meter über dem Meer

  Temperaturspanne - 2 bis 28 Grad Celsius

  Niederschlag - 200 - 900 mm jährlich

Klimatische Widerstandskraft

Jatropha kann sowohl starke Hitze als auch leichten Frost überstehen. Während der jährlichen Kälteperiode wird die Pflanze seine Blätter ab. Starker Frost führt bei jüngeren Pflanzen zum Absterben, ältere Pflanzen können erheblich beschädigt werden.

Bodenqualität

Jatropha kann grundsätzlich auf einer Vielzahl von Böden angebaut werden. Obwohl die Pflanze sowohl auf nährstoffarmen als auch salzigen Böden wächst, führen basische Böden zu deutlich besseren Erträgen. Allerdings kann nährstoffarmer Boden durch die Gabe von geeignetem Dünger teilweise ausgeglichen werden.

Bewässerung

Ausreichende Bewässerung ist während der ersten beiden Jahre insbesondere in Trockenperioden erforderlich. Die erforderliche Menge hängt sowohl von der Bodenqualität, als auch den klimatischen Bedingungen ab. Eine ideale Lösung ist Bewässerung in Form von Tröpfchen. Dadurch kann der Boden kontinuierlich feucht gehalten werden. Bei besonders trockenen Böden können die Pflanzen zudem Luftfeuchtigkeit zur Wassergewinnung verwenden.

Ackerpflege

Die Instandhaltung und Pflege der Ackerflächen zwischen den Pflanzen sind von großer Bedeutung. So sollte etwa vier Mal im Jahr die Fläche zwischen den Jatropha Sträuchern von Unkraut gesäubert und gedüngt werden, um einen optimalen Ernteertrag zu erzielen. Dadurch lassen sich dann Erträge von bis zu 15kg bis 20kg von einem einzelnen Jatropha Strauch erzielen.

Einsatz von Düngemitteln

Jatropha Pflanzen sind sehr widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Dies liegt an den giftigen Bestandteilen der Pflanze und Blätter, die einen natürlichen Schutz gegenüber Feinden bieten.

Da gerade die Möglichkeit Jatropha in Ödland anzubauen besonders wichtig ist um nicht mit anderen Ackerflächen, die zu Lebensmittelproduktion geeignet sind zu konkurrieren, ist hier die Zugabe von Calcium, Sulfat und Magnesium hilfreich, um gute Erträge zu resultieren.

Pflanzdichte

Für einen optimalen Ertrag und eine gute Bewirtschaftung der Flächen empfiehlt sich ein Mindestabstand zwischen den Pflanzen. Der Pflanzabstand sollte dabei 2 Meter x 2 Meter nicht unterschreiten, besser sind 2,5 - 3 Meter x 2,5 - 3 Meters.

Pflanzschnitt

Jatropha Pflanzen bedürfen der regelmäßigen Pflege um die optimale Form und damit maximalen Ertrag zu erzielen. Aufgrund des starken Wachstums sollten die Pflanzen ca. 90 - 120 Tage nach Aussaht geschnitten werden. Insbesondere soll dadurch das Höhenwachstum kontrolliert und durch eine stärkere Ausbreitung mehr Triebe erzielt werden, die wiederum direkt die Anzahl der Blüten und somit Früchte beeinflussen. Ideal sind in der ersten Wachstumsphase (ca. 25 cm Buschhöhe) 8 bis 12 Seitentriebe.

Um die regelmäßige Ernte zu erleichtern sollten die Pflanzen etwa eine Höhe von 2 Metern nicht überschreiten.

Während der ersten drei Jahre ist eine regelmäßige Pflege erforderlich um den Pflanzen die gewünschte Form zu geben.

Mischkulturen

In Anhängigkeit der Bodenbeschaffenheit bietet sich insbesondere im ersten Pflanzjahr an, die bestehenden Lücken zwischen den Jatrophapflanzen mit weiteren Pflanzen aufzufüllen.

Dadurch können die anfänglich kleineren Erträge finanziell aufgefangen werden und insgesamt ist mit geringerem Schädlingsbefall zu rechnen. Geeignet sind hierfür insbesondere Paprika, Tomaten, Kürbis und Kräuter.

Ertrag

Der Ertrag einzelner Pflanzen wird bestimmt durch eine Vielzahl von Parametern. Entscheidend sind dabei die Bodenbeschaffenheit, Wasserversorgung, Alter der Pflanze, sowie deren individuelle Fähigkeit großer Hitze zu widerstehen.

Auch die Pflege der Pflanzen und Erntetechniken bestimmen den Ertrag, der zwischen 2 bis 12 t pro Hektar variieren kann. Allerdings bleibt die Vorhersagbarkeit durchaus schwierig.